Schlagwort-Archiv: Kirchensteuer

Auch an der Basis: Kirchenvermögen bleibt

Kirchturm, Photo: Heriberto Herrera

Heriberto Herrera

Das tun die Kirchen als Letztes: ihr Vermögen mindern und es für sinnvolle Zwecke verwenden. Und das betrifft nicht nur die katholischen Bistümer, deren Vermögen eingestandernermaßen nicht einmal die Bischöfe und Generalvikare kennen. Ist die innerkatholische Empörung über den Limburger Bischof auch deswegen so groß, weil er seinen Sitz mit eigenem Geld bauen ließ statt mit staatlichem Geld? Warum hält Tebartz-van Elst es nicht wie der Münchner Bischof Reinhard Marx? Weiterlesen

Aktualisierungen und Errata / Irrtümer

Errata und Aktualisierungen zum KIrchenhasserbrevier von Ulli Schauen:

Aktualisierung zu Seite 40 f.
Der Angriff des pensionierten Kirchenrechtlers Hartmut Zapp auf das deutsche System der Kirchensteuer, ist vor weltlichen Gerichten gescheitert. Er trat nur aus der “Körperschaft” katholische Kirche aus, weil man (so ein Argument) mit einer Erklärung vor der weltlichen Macht nicht aus der Kirche austreten kann, Im Kirchenhasser-Brevier steht:
“Zapp hat seinen Schritt wohl begründet; schließlich ist er Kirchenrechtler. Nach katholischer Lehre kann niemand, der getauft ist, jemals die Kirchenmitgliedschaft wieder verlieren, auch nicht durch einen Verwaltungsakt eines staatlichen Standesamtes. Das katholische Mitglied kann nur von der Kirche »abfallen«, indem es dies persönlich gegenüber der Kirche – nicht gegenüber dem Staat – erklärt. So hat es der Vatikan 2006 verfügt. Deshalb sieht sich Zapp weiterhin als Kirchenmitglied.
Die deutschen Bischöfe hingegen verurteilen einen Kirchenaustritt à la Zapp als »Schisma«, als Akt der Kirchenspaltung, der mit der Exkommunikation bestraft wird, dem Ausschluss aus der Gemeinschaft.33 Das allerdings ist Ungehorsam gegenüber dem Papst, wirft der Kirchenrechtler den Bischöfen vor.”

Das Verwaltungsgericht Mannheim hat am 4. Mai 2010 in letzter Instanz die Klage Zapps abgewiesen. Jetzt will er in Rom gegen die deutsche Praxis klagen, die seiner Auffassung nach gegen das Kirchenrecht verstößt. Fünf Milliarden Euro Kirchensteuer (2008), die durch den Staat eingezogen werden, stehen auf dem Spiel. Deshalb darf man gespannt sein, wie das vatikanische Gericht entscheidet.

zu Seite 61:
In der Kölner Antoniterkirche – nicht in der Kartäuserkirche – begann mit maßgeblicher Beteiligung von Pfarrer Kurt Werner Pick im Januar 1998 das “Wanderkirchenasyl”

Seite 86
Hier steht in Bezug auf evangelische Privatschulen in Ostdeutschland: “Was zunächst als Posse um die Privatschulen erscheint, entpuppt sich als geradezu faustische Tragödie: Die Akteure des Spiels wollen das Gute, schaffen das Böse – und sie wissen es.”
Die Aussage dahinter ist nach wie vor richtig. aber der Bezug auf Faust falsch – auch wenn ich damit ein hunderttausendfach benutztes Falschzitat übernommen habe. (Danke für den Hinweis an Christoph Fleischmann). Denn im Faust Teil I heißt es – genau anders herum:
“FAUST:
Nun gut, wer bist du denn?
MEPHISTOPHELES:
Ein Teil von jener Kraft, Die stets das Böse will und stets das Gute
schafft.

zu Seite 120:
Hanna Renate Laurien, die in Rheinland-Pfalz für die Abschaffung der staatlichen Bekenntnisschulen eintrat, hat zwar schon im Kultusministerium Rheinland Pfalz gearbeitet (m.W. als Ministerialdirigentin), als am 8.7.1970 in dem Bundesland die staatlichen Konfessionsschulen abgeschafft wurden. Staatssekretärin und Kultusministerin wurde sie aber erst später… Das alles übrigens unter dem CDU-Ministerpräsidenten Helmut Kohl.

zu Seite 201: “Thukydides”, nicht “Thukidides”

zu Seite 236
Dinesh Petrus Regamy Thillainathan hat mich netterweise am 1. Juni 2010 angerufen und darauf hingewiesen, dass er 1. nicht in Sri Lanka sondern in Neuss geboren ist und 2. nicht aus dem “Redemptoris Mater”-Seminar des Neokatechumenalen Weges kommt.
Gleichwohl hat er bestätigt, dass vier der neun im Jahr 2009 im Kölner Dom geweihten Priester vom Neokatechumenalen Weg kommen, dessen Priester-Rekrutierungsmethoden im Kirchenhasserbrevier kritisiert werden (Seite 231 bis 236)

Seite 264: Es war Leo XIII (nicht VIII), der an der Schwelle zum 20. Jahrhundert die Menschenrechtsideen als “zügellose Freiheitslehren” verurteilte, die mit der Kirchenlehre unvereinbar seien.